Verbandsliga, 20. Spieltag

SpVgg Geratal – FSV Martinroda 3:1 (1:0)
(kda) Da hat uns wohl die Mannschaft in den letzten Spielen ganz schön genarrt? Die Mannen um Wollenschläger wollten sich nur nicht vor dem Derby in die Karten gucken lassen, um die aufstiegsambitionierten Orts- und Tabellennachbarn, die, Respekt, eine beeindruckende, bisher nicht dagewesene Landesligasaison gespielt haben, in Sicherheit zu wiegen? Spaß beiseite!Auf die Minute topfit, mit den richtigen taktischen Mitteln versehen – ein grandioser Schachzug war die Aufstellung von Keiner als Abwehrspieler, an dem sich wechselnd Suliman und Griebel abrieben – und endlich wieder einmal den direkten Zug zum gegnerischen Tor suchend, kämpfte und spielte man Martinroda nieder. Dass zu diesem Spiel auch noch das Wetter, die stattliche Zuschauerkulisse und eine super Versorgung passte, macht die Geschichte rundum rund. Eingedenk der Tatsache, dass dem Gegner nur das Spiel gelingt, das man ihm zusteht, gepaart mit dem schnellen Führungstor durch (endlich wieder) Thorwarth, der einen langen Pass von Bischof an der Strafraumgrenze mit der Brust herunter nahm, sich um seinen Gegenspieler nach links drehte und mit dem linken Fuß ins linke obere Eck traf (12.), brachte man Martinroda in Zugzwang. Sie mussten jetzt kommen und damit boten sie auch den Raum, der für das Gerataler Spiel so wichtig ist. Optisch gehörte den Gästen auch danach das Spiel, doch bis auf eineinhalb Möglichkeiten, die halbe durch Griebel, der eine zu kurze Torwartabwehr in den Himmel jagte (13.), die ganze durch Suliman, dessen Geschoss aus 18 Metern knapp über die Latte pfiff (31.), war da nichts Gefährliches zu sehen. Im Gegenteil, kurz vor dem Pausenpfiff hätte eine Paradies-Mantlik-Kombination schon eine Vorentscheidung bringen können. Nach der Pause übernahmen die Gerataler aber auch optisch das Spiel, war vom Tabellenzweiten erschreckend wenig zu sehen. Es war bis auf eine Aktion von Six (Drehschuss, 75.) und sein Tor in der 89. Minute (da war der Drops aber schon lange gelutscht) nichts von der gefährlichen Martinrodaer Offensive (Hertel, Suliman, El Hajj) zu beobachten. Auch, weil sich alle Gerataler kämpferisch dem Spiel widmeten. Schon bis zur 65. Minute hätte der Spielstand erhöht werden können, Kühne schickte Mantlik einen Kick zu steil (52.), Kühne selbst scheiterte im Zweikampf an Seel (55.) und ein weiter Kott- Abschlag, den Thorwarth sofort auf Mantlik weiterleitete (65.), brachte zunächst nichts Zählbares. Wieder ein weiter Torwartpass, diesmal direkt auf Mantlik, der noch rechts an Bach vorbei diesen überläuft und aus spitzen Winkel ins leere Tor einschiebt, (75.), brachte die verdiente Vorentscheidung. Als dann ein genialer Paradies- Freistoß von rechts genau auf den Kopf von Thorwarth passt und dessen Kopfball, ganz leicht noch von Blaschczok abgefälscht, über Bach hinweg ins Martinrodaer Tor trifft (84.), war das Spiel gelaufen. Das schon erwähnte Gegentor resultierte aus einem Fehlabspiel im Mittelfeld und war nicht mehr Unruhe stiftend.
Aufstellung:SpVgg Geratal: Kott, Linse, Brandl, Bischof, Keiner (89. Bärwinkel), Kühne (70. Zentgraf), Wollenschläger, Paradies, Dobrocki, Mantlik (85. Möller), Thorwarth,FSV Martinroda: Bach, Blaschczok, Müller (46. Hucke), Griebel, Seel (76. Weis), Suliman, Hertel, Six, Nowak, Langhammer, El Hajj (78. Weidlich)
Schiedsrichter: Reuter (Eisfeld)
Zuschauer: 420
Torfolge: 1:0 Thorwarth (12.), 2:0 Mantlik (75.), 3:0 Blaschczok (ET, 85.), 3:1 Six (89.)