Thüringenliga, 15. Spieltag

 

SpVgg Geratal - SG FC Thüringen Weida 4:1 (2:1)

 

(kda) Im letzten Spiel der Hinrunde aus der (Personal)Not eine Tugend machend, spielte die Spielvereinigung das Spiel, was sie in den Anfangsjahren ihrer Zugehörigkeit zur Thüringenliga so erfolgreich machte - Konterfußball. Das Aktionsfeld bewusst eng gehalten, damit hinter der gegnerischen Abwehrreihe noch genügend Raum für die dort hinein stoßenden Spitzen vorhanden ist, ließen die Huck-Schützlinge den Gegner, der immerhin mit der Empfehlung des vorwöchigen Sieges gegen den Spitzenreiter anreiste nicht so richtig zur Entfaltung kommen. Das Konzept ging auch dadurch auf, weil Mantlik recht schnell den Führungstreffer, ein abgefälschter Distanzschuss fand den Weg ins Tor (13.), gelang und weil der Gegner sich mehr auf das Treten gegen den gegnerischen Spieler als auf ihr spielerisches Potential konzentrierten. Zwar gelang den Gästen nach der verletzungsbedingten Umstellung der Gerataler (Seyfferth musste vom Feld, Linse, der sich auf der rechten Außenbahn eingespielt hatte, rückte nach hinten) der Ausgleich, der nach außen sehr redebedürftige Jagupov drückte nach einem langen Pass und einem anschließenden „Gestochere“ am linken Pfosten schlussendlich den Ball über die Linie (23.), doch nach einer Serie recht brutalem Einsteigens, die allesamt anstatt mit Gelb auch gleich mit Rot geahndet hätten werden können, führte eben ein solches Einsteigen an der rechten Seitenlinie nicht nur zur Dezimierung der Gäste sondern auch zur erneuten Gerataler Führung kurz vor der Pause. Schmidt schlug einen Freistoß hoch in den gegnerischen Strafraum, Bischof, an dessen Dress und Oberkörper Raffel hing, wuchtete den Ball per Kopf eigentlich ins Tor. Doch da für den Schiedsrichter bei der Fülle von Spielern vor der Torlinie nicht vorhersehbar war, dass der Kopfball den Weg ins Tor finden könnte, pfiff er gleich. Die Konsequenz - Elfmeter für Geratal und Platzverweis gegen Weida. Ersteres unstrittig, zweites sicherlich auch die Konsequenz der Fülle vorheriger brutaler Fouls und des ewigen Lamentieren hierüber mit dem Schiedsrichter - auch dessen Wohlwollen muss man halt hegen und pflegen! Schmidt setzte den Ball links oben in den Winkel (42.).

Gegen einen Gegner, der, von nun an in Unterzahl spielend, sich mit erhöhten Angriffsbemühungen um den erneuten Ausgleich kämpfte, gelang nun das Konterspiel um so besser. Aus einer stabilen Abwehr heraus wurden Mantlik, Kühne und Keiner immer wieder in die Räume geschickt, die sie schlussendlich auch zu nutzen wussten. Nach einer Reihe guter Möglichkeiten in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit brachte Keiners Balleroberung im Mittelfeld und sein konsequentes Ballbehaupten mit Pass in den rechten Raum auf Kühne durch letzteren das 3:1 (78.) und nach einem präzisen Pass Schmidt´s auf Mantlik in die zentrale Schnittstelle der Weidaer Defnsivkette durch diesen dann in der 83. Minute die Entscheidung. 

Endlich und, sehr wichtig, erfolgreich in die Winterpause verabschiedet. Die Pause, die nur durch ein kleines Intermezzo in der Halle zum Saveway-Cup unterbrochen wird, haben die sich bis zum Schluss Spielenden redlich verdient und lässt Hoffnung keimen, dass der eine oder andere Verletzte zur Rückrunde wieder zur Verfügung stehen könnte.

 

Aufstellung:

 

SpVgg Geratal: Kott, Maleße, Schmidt, Linse, Wollenschläger, Keiner, Seyfferth (21. Möller), Linke (80. Kellner), Kühne, Bischof, Mantlik

 

SG FC Thüringen Weida: Penzel, Diepold, Reichelt (46. Lange), Goerler (75. Hörnig), Böhme, Jagupov, Kolnisko, Schumann, Raffel (40. RK), Henze, Leutloff

 

Zuschauer: 100

 

Schiedsrichter: Honnef (Gotha)

 

Torfolge: 1:0 Mantlik (13.), 1:1 Jagupov (23.), 2:1 Schmidt (42., FE), 3:1 Kühne (78.), 4:1 Mantlik (83.)