Landesklasse Süd: 9. Spieltag
SV Stahl Unterwellenborn - SpVgg Geratal 1:3 (0:1)
(kda)
Völlig verdient erzielten die Gerataler in Unterwellenborn einen Auswärtssieg, auch wenn sich schon Parallelen zum vorjährigen Spiel gegen die Stahl- Mannschaft auftaten, als man noch den Ausgleich hinnehmen musste. Anders als vor Jahresfrist machten die Gäste aber nach dem späten Anschlusstreffer der Einheimischen diesmal den Sack zu.
Aus einer kompromisslosen Defensive, Kruse wieder als Organisator und abwechselnd Busch oder Seyfferth gegen den starken Hohmuth agierend, ließ man dem Gastgeber kaum ernsthafte Entfaltungsmöglichkeiten. Da diesmal auch das Passspiel weitaus besser klappte als vor Wochenfrist, schufen sich die Gerataler aus einer leichten Abwartehaltung gute Konterchancen. So gelang auch die recht frühe Führung durch Robin Keiner (7. Minute), der, mit einem langen Bärwinkel- Pass angespielt, keine Mühe hatte den Unterwellenborner Torwart zu überwinden. Auch im Anschluss tauchten die Gästestürmer immer wieder nach diesem Strickmuster gefährlich vor dem Tor auf, lediglich in der 19. und 27. Minute gelangen den Einheimischen druckvolle Angriffe. Nach einem knapp am rechten Pfosten vorbeigeschossenen Freistoß Bärwinkels ging man in die Kabine, um nach der Halbzeitpause genauso souverän das Spiel zu bestimmen. Erneut Keiner erhöhte dann auch verdientermaßen zum 2:0 (56.) als er einen von Huck auf der rechten Seite durch die Verteidigung "gesteckten" Ball am Torwart vorbei in die linke Ecke schlenzte. Nun verwaltete man das Spiel gekonnt, lockte den Gegner, um Raum für Konter zu haben und nutzte diesen postwendend. Hofmann hatte in der 81. Minute solch eine Chance, scheiterte aber am Torwart. Ein Freistoß der Gastgeber in der 83. Minute aus 20 Meter machte das Spiel noch einmal interessant. Kowalleck schoss flach und von der rechten Mauer noch abgelenkt, fand der Ball unhaltbar für Lipsius den Weg ins Tor. Die Gastgeber witterten nun Morgenluft, doch quasi die nächste Gerataler Aktion nahm ihnen den Wind aus den Segeln. Busch schlägt aus der Tiefe einen langen Ball auf Heyer. Bei dem Abwehrversuch eines Unterwellenborner Spielers knapp hinter der Mittellinie, wird der Ball durch diesen noch per Kopf verlängert und "Fips" Heyer lässt sich, allein auf den Torwart zulaufend, die Chance nicht entgehen (85. Minute). Als kurz darauf Langhammer vom gut agierenden Schiedsrichter mit Gelb-Rot eliminiert wurde, war das Spiel endgültig entschieden. Der als Feldspieler eingewechselte Robert Mentzel hatte in der 90. Minute durch einen sehr guten Kopfball sogar noch die Chance, das Resultat zu erhöhen.
SV Stahl Unterwellenborn: Lanz, Bratke (67. Heubach), Göllnitz, Arper, Lerche, Langhammer (86. GRK), Müller-Sachs, Buschmann (62. Gretsch), Hohmuth, Reichmann, Kowalleck
SpVgg Geratal: Lipsius, Busch, Huck, Bärwinkel, Wollenschläger, Mielke, Keiner (79. Hofmann), Franz, Heyer (87. Mentzel), Kruse, Seyfferth (68. Y. Ben Achour)
Schiedsrichter: Postel (Erfurt)
Zuschauer: 54
Torfolge: 0:1 Keiner (7.), 0:2 Keiner (56.), 1:2 Kowalleck (83.), 1:3 Heyer (85.)